gedichte

        

 

Gedicht für Joy und Ginger

 

In unserem Hause leben zwei hübsche Hundedamen.

"Joy" und "Ginger" sind ihre Namen.

 

Ginger ist ein nicht reinrassiger Schäferhund,

sie treibt es manchmal ziemlich bunt.

Sie bellt gern andere Hunde an,

läßt niemanden an unser Haus heran.

Ja, die Ginger ist nicht dumm.

Sie wälzt sich gerne im Dreck herum,

dann beschmutzt sie ihr schönes Fell.

Im Laufen ist sie besonders schnell.

 

Ginger ist manchmal 'ne Nervensäge.

Sie liebt Wasser und schwimmt wie ein Fisch.

Joy dagegen ist eher verfressen und träge

und holt Herrchen's Schnitzel vom Tisch.

 

Joy stammt vom Boder Collie ab

und hält ständig meine Katzen auf Trab.

Sie ist schlau und zum Lernen bereit,

Künststücke beherrscht sie nach kürzester Zeit.

Joy schläft gerne auf dem Rücken - natürlich im Bett!

Ich finde den Anblick wirklich nett.

 

Es lässt sich gut leben mit Hunden im Haus,

deshalb ziehe ich hier so schnell nicht mehr aus.

 

Von Eurer "Tante" und Nachbarin Conni

 

 

Die Verfasser der folgenden Gedichte sind mir leider unbekannt:

 

Mein Hund

 

Viele Bekannte aus meinem Kreis,

von denen ich's wieder durch andere weiß,

die sprechen oft darüber - und ziemlich gering,

dass ich an meinem Hunde so hing.

Es sei doch nur ein Tier, ganz ohne Wert,

und dabei noch vollkommen ungelehrt.

Dass man so besorgt um ein Tier sein kann.

"Ist denn an diesem Köter gar so viel dran?"

 

Ich will es Euch sagen, damit ihr es wißt,

weshalb mir der Hund so wichtig doch ist:

Er hat eine Treue, die niemals vergeht -

und wenn mit dem Schweif recht lebhaft er weht,

dann zeigt er Freude, die echt ist und rein.

Bei ihm ist von Heucheln und Lügen kein Schein!

Zeigt mir den Menschen, wo alles so echt -

Die Liebe, die Treue - da geht es Euch schlecht.

Ihr sucht lange, vergebens, dann wird's Euch zu bunt

und mancher von Euch kommt dann auf den Hund!

 

 

                                                              

 

Weihnachsgeschenk

 

Es glitzert und funkelt der Weihnachtsbaum

und darunter der Kindertraum,

mit einem Schleifchen auf dem Kopf,

ein kleiner Freund, schon lang erhofft.

 

Die Kinderaugen strahlen,

Erwachsene sind verzückt

über dieses kleine Lebewesen.

Die Überraschung ist geglückt.

 

Doch eine Woche später,

da merkt man voller Graus:

Das Tierchen macht auch Arbeit,

es sieht nicht nur süß aus.

 

Es braucht halt mehr als schnödes Geld,

dafür dass die Beziehung hält.

Putzen, füttern, Gassi gehen,

so hat man's vorher nicht gesehen.

 

Was macht man mit dem Tierchen bloß?

Wie werd ich's jetzt schnell wieder los?

Na klar, so denkt man kurz und knapp

und gibt es schnell im Tierheim ab.

Da sitzt er dann, der arme Tropf,

noch mit dem Schleifchen auf dem Kopf

und kann die Welt nicht mehr verstehen,

schließlich begann doch alles mal so schön.

 

Nun wartet er und weint,

hofft auf einen neuen Freund.

Auf einen, der ihn hegt und liebt

und niemals wieder von sich gibt.

 

Auf einen, der sogar am Weihnachsfest

ihn stets an seiner Seite läßt.

Sie könnten sich doch so viel geben,

nicht nur ein paar Festtag lang -

nein, ein ganzes Leben!

 

 

 

Ausgesetzt

 

Du warst an einen Baum gebunden,

dein kleiner Körper arg zerschunden.

Hast an den Boden Dich gedrückt

und angsterfüllt mich angeblickt.

 

Als ich mich dir dann zugeneigt,

hast du die Zähne mir gezeigt.

Still hab ich mich zu dir gesetzt.

Mit Tränen dir dein Fell benetzt.

 

Da fühlte ich auf meinem Arm

plötzlich dein Köpfchen, leicht und warm.

Ich hab dich mit nach haus genommen

und einen treuen Freund gewonnen.

 

Manchmal im Traum

seh ich den Baum,

seh ich den Hund, den Körper wund.

 

Seh ich den Strick,

des Hundes Blick,

voll Angst und Schmerz -

dann krampft sich mein Herz.

 

Und ich wein

und schäm mich, ein Mensch zu sein.

 

 

 

Der alte Kettenhund

 

ich bin allein; es ist schon Nacht

und stille wird' s im Haus.

Dort ist ein Feuer angefacht,

dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,

deckt bis ans Ohr sich zu,

und ich auf meinem harten Brett

bewache seine Ruh'.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,

der Wind aus Ost weht kalt;

die Kälte ins Gebein mir kriecht,

ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,

erlebe ich nicht mehr,

der Regen tropft durchs morsche Dach,

 Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,

mein Winseln niemand hört,

und wüßt mein Herr auch was mir fehlt,

er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zu zehnten Mal

leck' ich die Schüssel aus,

den Knochen, den ich jüngst versteckt,

den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,

sie reibt den Hals mir bloß.

Sie reicht nur noch ein kurzes Stück,

und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,

doch weiß ich, ich bin treu.

So lieg' ich, warte auf den Tod,

denn dieser macht mich frei!

 

 

 

Den guten Bissen, den du ihm gegeben,

vergißt der Hund dir nicht im ganzen Leben

und wirfst du ihn auch hundertmal mit Steinen.

 

doch hast du einem gemeinen Menschen dein Leben lang nur Gutes getan,

beim ersten Anlaß fällt der Kerl dich an.

(Sadi, indischer Weiser)

 

 

Dass mir der Hund das Liebste ist,

sagst du oh Mensch sei Sünde.

Der Hund bleibt mir im Sturme treu,

der Mensch nicht mal im Winde.

(Franz von Assisi)

 

 

 

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